Mit der Drohne aufs Dach: die neue Solaranlage an der Flüelistrasse

Auf den Dächern der HGW-Siedlung an der Flüelistrasse entsteht seit kurzem Strom aus Sonnenenergie – und das auf eine besondere Art. Gemeinsam mit der lokalen Partnergenossenschaft Wintisolar hat die HGW im vergangenen Jahr eine neue Photovoltaikanlage realisiert. Ein Teil der Montage erfolgte mit einer Drohne, die die Solarpanels direkt aufs Dach brachte.

Als Wohnbaugenossenschaft trägt die HGW Verantwortung: für bezahlbaren Wohnraum ebenso wie für den sorgsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Der Ausbau erneuerbarer Energien ist deshalb ein fester Bestandteil der langfristigen Planung. Die Anlage an der Flüelistrasse ist ein weiterer konkreter Schritt auf diesem Weg.

Strom wird lokal eingesetzt

Auf insgesamt vier Gebäuden wurden 164 Photovoltaikmodule installiert, die zu einer Anlage zusammengeschlossen sind. Sie produziert jährlich rund 83 000 Kilowattstunden Strom – das entspricht dem Stromverbrauch von etwa 20 bis 25 Haushalten.

Der produzierte Strom wird direkt vor Ort genutzt: zuerst von den Bewohner:innen, danach für Licht, Lift, Waschküche und andere gemeinschaftliche Bereiche der Gebäude. Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist und an die Stadtwerke verkauft. So bleibt der Strom lokal und wird sinnvoll eingesetzt. Gleichzeitig entlastet der Eigenverbrauch das Stromnetz.

Photovoltaik – kurz erklärt

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in Strom um. Oft spricht man von einer «Solaranlage», gemeint ist dabei in der Regel eine Photovoltaikanlage. Davon zu unterscheiden sind Anlagen zur Solarthermie: Sie nutzen die Sonne, um Wasser zu erwärmen.

Montage mit Drohne

Bei der Installation kam erstmals eine Drohne zum Einsatz, die die Solarpanels direkt aufs Dach transportierte. Diese Methode ist schneller, effizienter und sicherer als der herkömmliche Transport über Gerüste. Mit der Drohne konnte etwa alle zwei bis drei Minuten ein Modul montiert werden.

Neben der Zeitersparnis reduziert diese Technik auch körperlich schwere Arbeiten und erhöht die Sicherheit während der Installation. Der Drohneneinsatz war ein Pilotversuch: Ziel war es, neue Montageformen zu testen und dort einzusetzen, wo sie sinnvoll sind. Die Erfahrungen aus diesem Projekt fliessen in die Planung weiterer Anlagen bei der HGW ein.

Ein Projekt mit einer lokaler Partnerin

Umgesetzt wurde die Anlage gemeinsam mit Wintisolar, einer lokalen Genossenschaft aus der Region Winterthur. Die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern ist der HGW wichtig: Sie stärkt das lokale Gewerbe, ermöglicht kurze Wege und sorgt für eine enge Abstimmung während Planung und Bau.

Blick nach vorn

Bis Ende 2025 hat die HGW insgesamt 31 Photovoltaikanlagen realisiert. Weitere sind geplant. In Zukunft möchte die HGW den Ausbau erneuerbarer Energien weiter vorantreiben, auch gemeinsam mit neuen Partner:innen und mit Beteiligung von Bewohner:innen, etwa im Rahmen der geplanten Energiewendegenossenschaft Region Winterthur.

Die Anlage an der Flüelistrasse zeigt, was möglich ist, wenn Technik, Planung und Zusammenarbeit zusammenspielen. Ein Beispiel dafür, wie die HGW Schritt für Schritt in eine nachhaltige Zukunft investiert.

 Standort

 HGW-Siedlung Flüelistrasse

 Anzahl Gebäude

 4

 Photovoltaikmodule

 164

  Jährliche Stromproduktion

 83 000 kWh

 Entspricht dem Stromverbrauch von

 20-25 Haushalten

 Nutzung des Stroms

 Zuerst Eigenverbrauch der Mieter:innen

 Danach Allgemeinstrom der Gebäude

 Überschuss wird ins Netz eingespeist

 Montage

 Teilweise mit Drohne (Pilotversuch)

 Umsetzung

 Gemeinsam mit der Winterthurer   Genossenschaft «Wintisolar»

 

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